Sabine Folie

Universitätsprofessur für Performance und zeitbezogene Medien

An der Kunstuniversität Linz beginnt im Sommersemester 2020 die Lehre im Rahmen der Universitätsprofessur „Performance und zeitbezogene Medien“. Professorin ist Sabine Folie.

Schwerpunkte der transdisziplinär angelegten Professur liegen auf den Aneignungsformen, Bildpolitiken und Ausstellungsformaten des Medialen, Performativen und Theatralen in bildender Kunst, Film, Performance, Tanz und Aktionen mit Augenmerk auf Aufführungs- und Wiederaufführungspraktiken (Re-enactment) sowie Aspekte des Sammelns, Konservierens und Ausstellens besonders auch ephemerer Kunstformen. Dabei sind die Veränderung des Werkbegriffs in der Moderne, Postavantgarde und „fluiden“ Spätmoderne, partizipatorische, rezeptionsästhetische und kuratorische Fragestellungen von Relevanz. Technik-, Gesellschaftskritik und Geschlechterpolitik sollen aus den Blickwinkeln von Filmwissenschaft, Apparatustheorie, Psychoanalyse, Anthropologie und kulturwissenschaftlichen Ansätzen beleuchtet werden. Aspekte künstlerischer Forschung loten schließlich die Grenzbereiche zwischen Kunst und Wissenschaft aus.

 

Biografie

Sabine Folie ist Kunsthistorikerin, Autorin und freischaffende Kuratorin. Sie ist Direktorin des VALIE EXPORT Center Linz Forschungszentrum für Medien- und Performancekunst und Professorin für Performance und zeitbezogene Medien an der Kunstuniversität Linz. Sie lehrte Theorie an der Bauhaus Universität Weimar im Rahmen des MFA Public Art and New Artistic Strategies (2017-19). Von 2008 bis 2014 war sie Direktorin der Generali Foundation, Wien und von 1998 bis 2008 Chefkuratorin der Kunsthalle Wien.

Ausstellungen und Publikationen (Auswahl) zu VALIE EXPORT (1994, 2017-2019), Rodney Graham (1999), Marcel Broodthaers (2003), Eva Hesse (2004), Dorothy Iannone/Lee Lozano (2006), Ree Morton (2008, Generali Foundation und 2015 an der Reina Sofia, Madrid), Ana Torfs (2010), Danica Dakic (2010), Morgan Fisher (2012), Ulrike Grossarth (2014) und Ernst Caramelle (2018/19, mumok, Wien). Thematische Ausstellungen: Eine barocke Party. Momente des Welttheaters in der zeitgenössischen Kunst (2001) mit Werken von Paul Thek, Yvonne Rainer, Ulrike Grossarth, et al.; Tableaux Vivants. Lebende Bilder und Attitüden in Fotografie, Film und Video (2002); Das unmögliche Theater (2005); Un Coup de Dés. Bild gewordene Schrift. ABC einer nachdenklichen Sprache (2008); Die Moderne als Ruine. Eine Archäologie der Gegenwart (2009); unExhibit (2011). Von 2017 bis 2019 Ausstellungen zum Archiv von VALIE EXPORT im  LENTOS Kunstmuseum, Linz, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin und VOX Centre, Montreal. aktuell: Hommage à VALIE EXPORT, LENTOS, Linz (September 2020).

sabinefolie.com

Gastvortrag

Archive Matters: Überlegungen zum Archiv als Modell und künstlerische Praxis am Beispiel von VALIE EXPORT

Sabine Folie
25.03.2021 14 Uhr
Abteilung DIGITALE KUNST Universität für angewandte Kunst Wien

Der Vorlass von VALIE EXPORT ist seit 2017 am gleichnamigen VALIE EXPORT Center Linz angesiedelt, das zugleich Forschungszentrum für Medien- und Performancekunst ist. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Fragestellung wie und ob der "archival impulse" (Hal Foster) als ästhetische Praxis im von VALIE EXPORT aufgefassten Archiv zum Tragen kommt und wie sich Zeit, Raum, Geschichte und Virtualität inhaltlich und strukturell in der Anlage dieses Archivs niederschlagen.

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Vortrag

„Superimposition": Überlagerungen in Praktiken des Kuratierens und Archivierens

04.05.2019, 11:20 Uhr
Sabine Folie
Kunsthochschule für Medien Köln

Ein Vortrag im Rahmen des Symposiums Photographic Materials: Archives and Tools im Programm Zukunft der Archive / Archive der Zukunft. Eine Veranstaltung der Kunsthochschule für Medien Köln, der Internationalen Photoszene Köln und der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).

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Vortrag

Idiosynkrasie und Systematik in Künster_innenarchiven. Fallbeispiel: VALIE EXPORT Center Linz

26.04.2019, 11 Uhr
Sabine Folie
StifterHaus Linz

Ein Vortrag im Rahmen des Symposiums mit dem Titel Logiken der Sammlung. Das Archiv zwischen Strategie und Eigendynamik, die vierte der auf fünf Veranstaltungen angelegten Reihe „Literatur und Archiv“.

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