Eske Schlüters
Arbeitsstipendium für Künstler*innen, künstlerisch Forschende und Kurator*innen am VALIE EXPORT Center Linz 2025
Eske Schlüters kreiert ortsspezifische Installationen, Video- und Dia-Installationen, fotografische Serien und verfasst Texte im Rahmen ihrer intermedialen und postkonzeptuellen künstlerischen Praxis.Durch kontextuelle Verschiebungen und Strategien der Aneignung arbeitet sie in Ihren (film)essayistischen Erzählungen mit einer Verkomplizierung von Perspektiven. Inhaltlich befassen sich ihre Projekte mit Mikrogeschichten zu philosophischen und genderpolitischen Fragestellungen, Film- und Mediengeschichte und dem Hinterfragen von Narrativen der Geschichtsschreibung. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Reflexion von Bildern und deren Wahrnehmungsweisen sowie die Frage, wie sie Gesellschaften prägen.
Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis und Forschung steht eine medienreflexive Auseinandersetzung mit Bewegtbildern und den sich stetig verändernden Bild(erzeugungs)techniken. So beschäftigt sich Eske Schlüters in ihren jüngsten Arbeiten mit den Möglichkeiten und Bedingungen sogenannter Künstlicher Intelligenz. Im Rahmen des Arbeitsstipendiums wird Eske Schlüters zur Geschichte von Künstlicher Intelligenz im Archiv des VALIE EXPORT Centers recherchieren und historische Bezüge zu feministischen Pionierinnen der Medienkunst wie VALIE EXPORT herstellen. VALIE EXPORT hat sich bereits in den 80er und 90er Jahren mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt und 1999 das nie realisierte Drehbuch „DER VIRTUELLE KÖRPER: Vom Prothesenkörper zum postbiologischen Körper" verfasst.
Im Zusammenhang mit dem spezifischen Einsatz analoger Stimmen in Schlüters’ Video- und Audioarbeiten und ihrer derzeitigen Beschäftigung mit Text-to-Speech Programmen interessiert sie außerdem das archivarische Konvolut „Die Stimme als Medium“ und EXPORTs Auseinandersetzung mit der Stimme als Medium, Informationsträgerin und Politikum.
